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Als Team die «Digitale Revolution» erfolgreich meistern

Katrin Juntke Zukunftsmanagement

Die digitale Transformation, auch bekannt unter Industrie 4.0, bringt neue, unbekannte Herausforderungen für Unternehmen und Mitarbeitende. Diese sind nur erfolgreich zu bestehen, wenn Unternehmen die notwendigen Massnahmen verstehen und mit sorgfältig abgestimmten Konzepten konsequent umsetzen. Dazu benötigen sie Mitarbeiterteams, welche sich im zukünftigen digitalen Umfeld agil und erfolgreich bewegen. Welches sind die Schlüsselvoraussetzungen dazu?

In Zeitungen, in der Fachpresse und in vielen Blogs liest man über die neuen Schlagworte in der Industrie: Digital Disruption, Digital Transformation und Industrie 4.0. Als erstes werden Technologieunternehmen, gefolgt von der Medien- und Unterhaltungsbranche, den Retail-Geschäften und den Finanzdienstleistern von diesem Trend und den damit einhergehenden Veränderungen unmittelbar betroffen sein.

Für die Mitarbeitenden bedeutet diese Veränderung, dass sie sich schnell auf die sich veränderten Markt- und Umfeld-Einflüsse einstellen und mehr Flexibilität sowie Dynamik zeigen müssen. Diese Rahmenbedingungen belasten einzelne Mitarbeitende stark. Wie kann diese zusätzliche Druck aufgefangen werden? Das beste Mittel dazu sind gut funktionierende Teams, eingebettet in aufmerksame, entscheidungsfreudige und flache Organisationen.

Funktionierende Teams bilden …
Als eines der ersten Unternehmen hat dies die stark von der Veränderung betroffene Technologiefirma Google systematisch belegt. In einer mehrjährigen Forschungsstudie, basierend auf mehreren 100 Interviews, versuchte Google das Geheimnis optimal funktionierender Teams herauszufinden. Das Resultat war für viele überraschend. Der Schlüssel lag nicht etwa im Zusammenbringen der jahrgangsbesten Uni-Abgänger/-Abgängerinnen oder Doktoranden und Doktorandinnen, sondern in der Art und Weise der angenehmen, wertschätzenden Zusammenarbeit im Team – im guten Umgang untereinander.
Die Gründe dahinter können Mitarbeitende, Teamleiter, Manager und HRVerantwortliche einfach nachvollziehen: Es geht darum, dass sich die Mitglieder eines Teams sicher fühlen, sich getrauen, ihre Ideen und Verbesserungsmassnahmen offen auszusprechen, ohne dafür persönlich kritisiert oder angegriffen zu werden. Ein zweites wichtiges Element ist die Verlässlichkeit im Team. Vereinbarte Tätigkeiten werden zeitgerecht und in der richtigen Qualität geliefert. Im Ausnahmefall informiert man die restlichen Teammitglieder frühzeitig.
Ebenso wichtig ist der aus der systemischen Lehre bekannte Faktor der klaren Ordnung im Team. Struktur, Rollen, Pläne und Ziele sind in gut funktionierenden Teams transparent kommuniziert und über eine überschaubare Zeitspanne verlässlich. Sinnhaftigkeit und Wichtigkeit der auszuführenden Arbeiten sowie die Überzeugung der einzelnen Teammitglieder, dass ihre Arbeit wertvoll ist und zu positiven Veränderungen beiträgt, sind weiteren Eckpunkte eines gut funktionierenden Spitzenteams.

… denn gute Teams bringen den Erfolg
Die Personen in bestens funktionierenden Teams werden durch dies Rahmenbedingungen bei Unsicherheiten im Umfeld gestärkt. Damit verhalten sich die Teams offener für Neues, agiler, dynamischer und erfolgreicher. Gemäss den Studienergebnissen von Google minimieren gut funktionierende Teams zudem die Fluktuations- und die Burn-out-Rate.
Für Stellensuchende, Teammitglieder, Teamleiter, Recruiter, Manager oder Change-Leader ist es für die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft im digitalen Umfeld wichtig, diese teils längst bekannten – und nun auch von einem der wichtigsten Innovationsleader belegten – Faktoren zu beherzigen. Es ist also ratsam, auf ein gutes, agiles Arbeitsklima im Team und in der Unternehmung zu achten. Geht man im Team wertschätzend miteinander um, ist der Erfolg vorprogrammiert.




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