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Restrukturierung unter Einbezug der Mitarbeitenden

Katrin Juntke Zukunftsmanagement
Herausgegeben von in Organisationsentwicklung ·
Tags: MitarbeiterVertrauenFührungskraft
Gründe für Unternehmenskrisen gibt es viele, und deren Bewältigung erfordert zeitnahe Analysen und Gegenmassnahmen. Ein Gelingen der Restrukturierung hängt auch stark vom Einbezug der Mitarbeitenden ab.

Die Gründe für Unternehmenskrisen sind mannigfaltig und können intern wie auch extern begründet sein. In den meisten Fällen kündigen sich Krisen mit Frühwarnsignalen an. Zu oft wird nicht oder zu zögerlich darauf reagiert, was schlussendlich zu Restrukturierungsprojekten führt. Wurde die Unternehmenskrise erkannt, drängt die Zeit. Es geht darum, die Auswirkungen der Krise zu limitieren und die Firma, Arbeitsplätze und Werte zu retten. Es braucht schnellstmöglich eine schonungslose Auslegeordnung und einen Sanierungsplan.

Für die Mitarbeitenden ist die Ankündigung einer Restrukturierung ein Schock. Zu lange hat man Probleme verdrängt und totgeschwiegen. Dieser Zustand ist fatal, kann doch eine Restrukturierung nur zusammen mit einer agilen Belegschaft gelingen.

Vielfach bedingt eine erste, kurzfristige Stabilisierung den Abbau von Arbeitsplätzen.
Die Art und Weise, wie dies geschieht, setzt Zeichen bei Kunden, Lieferanten, Banken und vor allem bei den verbleibenden Mitarbeitenden. Wird den Entlassenen mit der Kündigung Dank und Wertschätzung ausgesprochen, Raum für eine Verabschiedung von den Kollegen gegeben und weitere Hilfe angeboten, hat dies einen starken Signalcharakter für die im Unternehmen verbleibenden Mitarbeitenden.
So wird dringend notwendiges Vertrauen geschaffen. Zudem wird das friktionslose Weiterlaufen des operativen Geschäfts unterstützt.

Transparenz und Vertrauen schaffen
Nach der ersten Eindämmung der Krise geht es an die Planung der nachhaltigen Gesundung. Dabei schafft eine Unternehmensvision, welche die Mitarbeitenden miteinbezieht, positive Gefühle. Vergangenes bekommt seinen Platz, und neue Strategien geben den zukünftigen Weg vor. Hier zeigt sich, wie glaubwürdig Führungskräfte kommunizieren.
Bei der Umsetzung der Veränderungsmassnahmen gilt es, mit klaren, messbaren Zielsetzungen zu arbeiten und zeitnah über Erfolg und Schwachstellen zu informieren. Transparenz und Vertrauen sind das Resultat. Kurzfristige Erfolge heben die Stimmung im Unternehmen. Die in einer Restrukturierungsphase wichtige Kommunikation gegen aussen wird auch von einer gut informierten Belegschaft unterstützt. Das schafft Goodwill bei Kunden, Lieferanten und Kreditgebern, was wiederum die Restrukturierungsanstrengungen unterstützt.

Fazit: Neben den unabdingbaren betriebswirtschaftlichen Massnahmen
lohnt sich der Fokus auf das Personal zweifellos. Restrukturierungen gelingen so nachhaltiger.

Artikel erschien in der Südostschweiz-Zeitung



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